.wolle.waschen.

In dieser Schüssel ruht gerade eine Probewaschung Wolle vom rauhwolligen Pommerschen Landschaf. Die Wolle hat eine blau-graue Farbe und ist besonders lanolinhaltig.

Das Pommersche Landschaf ist eine alte Haustierrasse, die ursprünglich aus dem Osteseeraum stammt und sich dadurch auszeichnet, daß sie besonders genügsam und robust ist. Die Wolle ist vor allem für wetterfeste Kleidung geeignet. (“Rauhwollig” scheint Programm zu sein). Ich hoffe, in nächster Zeit noch etwas mehr zu bekommen, um daraus Wolle herzustellen und zu vernadeln. Bis dahin sollte es aber noch etwas dauern.

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.nålbinding.strümpfe.

Es ist vollbracht. Ich habe mein erstes eigenes Paar Strümpfe im Oslostich nach der Flinkhand Anleitung genadelt. Die Dochtwolle stammt von der Schäfereigenossenschaft Finkkhof und ich fand sie für Anfänger wirklich super geeignet, da das anfilzen durch die Wollbeschaffenheit sehr gut funktioniert hat. Preislich wars auch ok. Ich habe für ein Paar Strümpfe der Größe 41/41 genau 100g benötigt, Kosten 3,50. Da ich bereits ein Paar in naturweiß habe und sich das als nicht sehr praktisch erwiesen hat, habe ich nun mal Wolle von braunen Schafen benutzt.
Ich finde fürs erste Paar sind sie sehr gut geworden, die Fersen könnte ich noch etwas üben. :D

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.färbetagebuch.II.und.nadelbinden.

Letztes Wochenende war ich bei einer lieben Freundin *wink* und wir haben eine Färbung ausprobiert. Diesmal war Zwiebelschale dran, das kann ich zu Hause nämlich quasi nicht machen, weil ich nie Zwiebeln verwende :D. Ich hatte ursprünglich Sorge, man würde doch sehr, sehr viele Schalen benötigen, da die ja nicht besonders viel Eigengewicht haben. Aber was soll man sagen… Zwiebelpower… Gefärbt wurde naturweiße Schafsdochtwolle im Strang und ein paar Naalbindingsocken im Oslostich.
Die Mengen habe ich nach Gutdünken kalkuliert, da nur begrenzt Zwiebelschalen zur Vergügung standen und ich sowieso keine Waage hatte. Die Zwiebelschalen habe ich über Nacht in Wasser einweichen lassen und dann die Wolle/Socken mit ca. 15% Alaun 1 Stunde vorgebeizt. Dann alles kurz ausgespült und die Wolle/Socken in den Zwiebelwassertopf gesteckt. Die Schalen habe ich diesmal dringelassen. Hier die Hexenküche:

Das Ganze hat dann ca. 1 Stunde auf dem Herd vor sich hingeblubbert. Die Färbung ist wirklich sehr intensiv geworden. Nach dem Abkühlen und Ausspülen sahen die Socken dann knallorange aus:

Die Socken habe übrigens nicht ich genadelt, sondern meine Freundin. Aber ich hab nun auch endlich, dank ihr, den Oslo Stich mit der Daumenfesselmethode sicher drauf. Ich habe mich der Einfachheit halber zunächst mal mit Merinodochtwolle (50g/50m) an eine Mütze gewagt.

Wie man sieht, habe ich unten angefangen zu nadeln und bin dann nach oben hin enger geworden. Auf diese Weise bekommt die Mütze so einen niedlichen Zipfel :D

Tadaaa! Die Nadel ist übrigens handgemacht aus Eibenholz, ich habe Sie im Shop der Petersens erstanden. Dort gibt es auch noch mal die Anleitung zum Oslo Stich in schriftlicher Form.
Inzwischen kann ich im Übrigen auch aus der Mitte heraus einen “Teller” nadeln, um eine Mütze ohne Zipfel zu machen. Als gute Anleitung habe ich dazu die Seite von Flinkhand empfunden. Ich wollte es nicht glauben, aber wenn man den Grundstich einmal richtig verstanden hat, ist es wirklich ganz leicht. Wenn ich die Mützen ordentlich kann, mache ich als nächstes Socken.

Im Kaufrausch haben wir dann auch noch was im Second Hand Kaufhaus erstanden…

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.färbetagebuch.teil.1.

Letzte Woche habe ich zum ersten mal Wolle mit Pflanzenfarben gefärbt. Da im März leider noch nicht viel Frisches zu sammeln ist, habe ich im Internet recherchiert und bin auf Färbungen mit Liguster gestoßen. (Mein botanisches Wissen ist quasi im Minusbereich angesiedelt, aber das Internet weiß zum Glück (fast) alles.) Die Beeren gibt es in der Stadt an jeder Hausecke, da Liguster sich gut als Hecke im Vorgarten eignet. Weil ich die Beeren nicht direkt zum Färben verwenden konnte, habe ich sie auf der Heizung und im Backofen bei niedriger Temperatur getrocknet.
Dann mußte ich noch einen Wollladen finden, der auch unbehandelte naturfarbene Schafwolle führt. Das Ganze sah dann zusammen so aus:

Die Beeren habe ich über Nacht in einem großen Emailletopf aus dem Second Hand Kaufhaus in Wasser eingelegt.

Dann habe ich den ganzen Kram 1 Stunde auf dem Herd ausgekocht. Die Geruchsentwicklung ist nicht schlimm, aber auf Dauer etwas unangenehm. Riecht wie kochenender Holunder.
Die Wolle habe ich 1 Stunde mit ca. 15% Alaun vorgebeizt und dann kurz ausgespült und in den Farbsud gegeben. (100g Wolle auf 100g Ligusterbeeren)
Obwohl der Sud kräftig blau ist, wird das Ergebnis (zumindest bei mir) eher graugrün. Wobei der 2. Zug die gleiche Farbe hatte und kein bißchen schwächer war.
Das Ergebis sieht nun so aus:


PS: Liguster ist giftig. Die Beeren also bitte nicht essen und die Küche gut lüften. Beim Pflücken sollten sehr empfindliche Menschen Handschuhe tragen oder was zum Händeabwischen dabeihaben, da die Beeren die Finger lila färben können.

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.landesmuseum.hannover.

Am Sonntag war ich im Landesmuseum Hannover und habe natürlich auch ein paar Glasperlen fotografiert. Die Funde stammen aus dem 8./9. Jahrhundert, angegebene Fundstellen: Dörverden, Sarstedt, Rullstorf und Liebenau.

Die Perlen auf dem ersten Bild, sind auf einer Kopfbedeckung angebracht. Leider war nicht beschrieben, ob es sich dabei um eine Rekunstruktion des Fundzusammenhangs handelt.

Und dann gab es noch jede Menge Perlen, die auf Ketten aufgezogen waren:

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.the.viking.poem.

Am 21.2. wäre David Foster Wallace 50 Jahre alt geworden. Zu diesem Anlass möchte ich hier dieses frühe poetische Werk über Wikinger posten ;).

Rest in peace.

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.kvinnorna.från.björkö.

Bei Asrun auf Vikinghandcraft gibt’s immer mal wieder nette Hinweise zum Thema Frauentracht in Birka. Die ersten beiden Einträge zu Ketten und Schlüssel kann ich nur wärmstens empfehlen:

Birka Schlüssel – Frauentracht

Birka Ketten – Frauentracht

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