.a.few.facts.about.the.excavations.at.high.street.dublin.

Da ich letztens meine Funde aus dem national museum in Dublin gepostet habe und versprach dazu noch etwas mehr zu lesen, hier nun zumindest ein einführender Kurzbeitrag.

Um einen groben Überblick über die direkt in Dublin stattgefundenen Ausgrabungen in den Jahren 1962-69 zu bekommen empfehle ich den Artikel:

Ó Riórdáin, Brendán. “Excavations at High Street and Winetavern Street, Dublin.” London, 1972.

Der Artikel ist deshalb als Übersicht so praktisch, weil er zunächst die Ausgrabungsstellen detailliert auf einer Karte des heutigen Dublin zeigt. Diese befinden sich überwiegend in der High Street und Wine Tavern Street im alten Teil der Stadt südlich des River Liffey. Dieser alte Teil der Stadt ist deshalb so interessant, denn:

“It is generally accepted that there were no towns in Ireland before Viking times and the construction of a harbour fortress at Dublin by Norse Vikings in the mid 9th century is considered to have constituted part, at least, of the settlement out of which the medieval town later developed.” (Ó Ríordáin, 73)

Ó Ríordáin beschreibt kurz die interessantesten Funde, die etwa vom 9. bis ins 13. Jahrhundert reichen. Dabei sind vor allem einige Broschen und Pins beschrieben, die im hinteren Teil des Artikels auch als Abbildungen zu sehen sind. Die Fundstücke enthalten zudem auch Webschwerte, Gußformen für Thorshämmer und Holzplanken mit eingeritzten Schiffsmotiven. (Alles als Abb. einsehbar!). Die Dekorationsstile reichen von Borre, Jellinge bis zu Ringerike.
Weiterhin beschreibt Ó Ríordáin Gebäudeüberreste und Bauweisen. Zwei nahezu vollständige Gebäudepläne wurden leider nur in High Street gefunden. In der Gegenend um High Street vermutet man durch die Fundlageknochenverarbeitende Handwerker als Ansässige (etwa 11.-13. Jh.).

In der Winetavern Street und dem Gebiet um die Christ Church Cathedral wurden zwar entsprechende Kämme, jedoch keine Abfälle oder Werkzeuge gefunden, die auf Knochenverarbeitung hindeuten. Stattdessen gibt es hier Anzeichen für Holzverarbeitung (etwa 11.-13. Jh.).

Leider enthält der Artikel keinen Hinweis auf Glasperlen. Lediglich einige Bernsteinperlen werden am Rande als Fundstücke erwähnt.

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