.färbewochenende.

Letztes Wochenende haben wir nun endlich Wolle gefärbt, und das Ergebnis möchte ich natürlich nicht vorenthalten. Die Färbedurchgänge haben wir im Garten auf einer zwar nicht mittelalterlichen, aber immerhin doch antiken Küchenhexe gemacht. Das hat sich als ziemliche Spitzenidee entpuppt, weil das Teil auch einen Backofen hat, den man gleichzeitig benutzen kann.
Hier also erstmal ein Bild von unserer Outdoorwerkstatt:

Auf dem Herd köchelt gerade eine leichte Alaunbeize vor sich hin. Da ich beim letzten Beizen etwas viel genommen zu haben scheine, ist es diesmal “nur” eine 10% Mischung. Die Wolle war danach dann auch nicht mehr brüchig.

Zuerst haben wir Zwiebel gefärbt. Das kannte ich ja schon, daher gabs auch immerin eine Erfolgsgarantie.

Erstmal alles schön einweichen lassen. Die Emailleschüssel hat da auch gleich das richtige Flair ;). Danach kam der Sud in einen großen Topf und die vorgebeizte Wolle hinein.

Nach ca. 1 Stunde auf Temperatur kam dann dies dabei heraus:

Arbeit macht ja bekanntlich hungrig und da kam dann zwischendurch der Backofen zum Einsatz. Wie könnte man dieser herrlichen Quiche widerstehen?

Die Holzbetriebene Küchenhexe macht definitiv eine bessere Hitze zum Backen als mein Gasofen… !

Der nächste Färbegang war Birke. Das hatte ich vorher noch nie gemacht und war daher schon sehr gespannt. Wir wollten mit Eisenvitriol als Zusatz ein schönes Grün färben. Soweit zum Plan.

Die mit Alaun vorgebeizte Wolle haben wir in einen Topf Wasser mit ganz frisch gesammelten Birkenblättern gegeben. Die Blätter waren unglaublich klebrig und der ganze Baum voller Tierchen, da gerade der Birkensaft richtig durch die Bäume zieht. Dann haben wir 10% Eisenvitriol hinzugegeben und alles auf schön langsam hochkochen lassen.

Man kann auf den Fotos schon recht deutlich erkennen wie die Birkenblätter die Farbe ändern. Irgendwann wird der Sud fast schwarz. Wir haben bei der Birke alles etwas länger kochen lassen, ca. 1 1/2 Stunden.

So sah es dann kurz vorm Abgießen aus, nicht besonders lecker. Und so hinterher:

Danach haben wir die Wolle Ausgewaschen und zum Trocknen aufgehangen. Das Ergebnis ist echt schön geworden!

Sonntag hatten wir sogar noch Zeit für einen kleinen Nalbinding Lehrgang im Schnelldurchlauf und ich habe diese wunderbare handgemachte Knochennadel geschenkt bekommen. DANKE!

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